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Am 27.09.2014 fand das Jubiläumskonzert der 10. Mendelssohn Tage der Musik 2015 in der katholische Kirche St. Katharina Bad Soden statt. Auf der Seite der Stadt Bad Soden und in der Bad Sodener Zeitung erschien folgender Bericht:

Homepage Stadt Bad Soden, 29.09.2015
Bad Sodener Zeitung, 30.09.2015

10 Jahre Mendelssohn Tage – „Paulus“ von Mendelssohn – Ein würdiges Jubiläumskonzert

Es gibt noch Momente, da bekommen Musiker Flügel und entführen den Zuhörer in eine Welt der Musik, wo Wort und Klang verschmelzen und sich die Schönheit eines großen Werkes offenbart.

So geschehen am letzten Sonntag in der Kirche St. Katharina in Bad Soden. Es musizierten Chor und Solisten des Main-Taunus-Kammerchores zusammen mit der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg. Dirigent war Stefan Claas, dessen gesangspädagogische Fähigkeiten den Chor zu Spitzenleistungen antrieben. Über allem schwebten die Sopranstimmen, immer gläsern und klar, nie drückend oder schreiend, dazu die Tenöre und Bässe mit einer unglaublichen Präsenz und Stimmkraft, das Ganze von einem weichen und klingenden Alt zusammengehalten. Ein Chor, wie man ihn sich für ein solches Werk wünscht. Dazu kam, dass wegen der 32 Chornummern der Chor sich, außer in einer kurzen Stimmpause, nie setzen oder ausruhen konnte, und somit auch ein unglaubliches Steh- und Durchhaltevermögen bewies.

Das Oratorium „Paulus“, extra von der Leitung der Mendelssohn Tage zum Jubiläum ausgesucht, ist ein gewagtes Unterfangen. Das Werk dauert insgesamt zweieinhalb Stunden, die Probenzeiten für Chor, Solisten und Orchester waren sehr begrenzt. Deshalb hatte man sich für das bekannte Orchester der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg entschieden, das durch seine Professionalität ein Garant für gutes Gelingen war. So wuchsen auch, wie man hört, während der Proben Chor, Solisten und Orchester schnell zusammen und bildeten am Abend die Einheit, die gerade ein solches Werk verlangt, um ausdrucksstark vorgetragen zu werden. Manch langsameres Tempo als gewohnt, wie z.B. bei „Oh, welche Tiefe!“ waren dabei sicherlich der kurzen Probezeit geschuldet, aber minderten nicht den äußerst positiven Gesamteindruck. Vor allem hat das Orchester nie die Solisten oder den Chor übertönt, sondern professionell begleitet und mit Stefan Claas die Farben herausgearbeitet, die dieses Werk verlangt, um auch über die ganze Länge der Aufführung die Spannung zu halten.

Zum Gelingen des Abends trugen auch die Solisten ihren Teil bei. Allen voran der ausdrucksstark singende lyrische Tenor Theodore Brown, mit einer schwebenden Höhe und einer Stimmfarbe, die an den legendären Fritz Wunderlich erinnert. Ihm ebenbürtig auch der Bass Markus Flaig mit schöner Stimmfärbung, ausdrucksstarkem Singen, nie forcierend oder theatralisch, sondern dem Werk die Phrasierung gebend, die es braucht, um der Dramatik gerecht zu werden ohne gekünstelt zu wirken.

Die Sopranistin Vanessa Diny gestaltete ihre Rolle gekonnt lyrisch, mit leichtem Sopran, wo nötig und mit warmer, dramatischer Färbung, wo gefragt. Esther Frankenberger bot eine warme Altstimme, die nie forciert oder zu schwer wirkte und trotzdem über dem Orchester schwebte. Die Solisten-Duette und -Quartette wurden dank diesen guten und ausgewogenen Stimmen zu einem wirklichen Genuss.

Der Abend endete dann auch mit dem wohlverdienten langen, großen Beifall, den alle Mitwirkenden sichtlich genossen, um dann noch einmal gekonnt und frisch wie zu Anfang den Schlusschor anzustimmen.

   

Vorschau  

  • Deutsches Requiem Brahms, Aschaffenburg
    19.10.2019

  • Deutsches Requiem Brahms, Bad Soden
    20.10.2019
   

Impressionen  

   
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